Glossar · Online-Marketing & SEO
Was ist die CTR?
Kurz erklärt
Die CTR (Click-Through-Rate, deutsch Klickrate) gibt an, wie viel Prozent der Menschen, die eine Anzeige oder einen Suchtreffer sehen, darauf klicken. Sie wird berechnet als Klicks geteilt durch Impressionen.
Die CTR (Click-Through-Rate, deutsch Klickrate) gibt an, wie viel Prozent der Menschen, die Ihre Anzeige oder Ihren Suchtreffer sehen, auch darauf klicken. Sie ist eine der einfachsten Kennzahlen im Online-Marketing. Ein niedriger Wert zeigt, dass Ihr Eintrag zwar gesehen wird, aber nicht überzeugt.
Wie wird die CTR berechnet?
Die Formel ist einfach: Klicks geteilt durch Impressionen (Einblendungen). Google nennt dazu ein Beispiel: Erzielt eine Anzeige 5 Klicks bei 100 Impressionen, beträgt die Klickrate 5 Prozent.
Die Kennzahl begegnet Ihnen an mehreren Stellen:
- Google Ads: Anteil der Klicks auf Ihre Anzeigen.
- Google Search Console: Anteil der Klicks auf Ihre unbezahlten Suchtreffer.
- E-Mail-Marketing: Anteil der Empfänger, die einen Link im Newsletter anklicken.
- Bannerwerbung und soziale Netzwerke: Anteil der Klicks auf Werbeanzeigen.
Vergleichen Sie Werte nur innerhalb derselben Quelle. Eine Klickrate aus dem Newsletter lässt sich nicht sinnvoll mit der einer Suchanzeige vergleichen, weil die Empfänger ganz unterschiedlich angesprochen werden.
Was die CTR beeinflusst
Ob Menschen klicken, hängt von mehreren Faktoren ab:
| Faktor | Wirkung |
|---|---|
| Position | weiter oben stehende Einträge fallen eher auf |
| Titel und Beschreibung | klare, passende Texte machen neugierig |
| Suchabsicht | passt der Eintrag zur Frage, klicken mehr Menschen |
| Rich Results | Zusatzinfos wie Sterne oder Preise machen Treffer auffälliger |
| Umfeld | Anzeigen, Karten oder KI-Übersichten beeinflussen, wie viel Aufmerksamkeit ein Treffer bekommt |
Wie die Suchergebnisseite aufgebaut ist, erklärt der Eintrag SERP. Erweiterte Treffer entstehen meist durch strukturierte Daten.
Beispiel aus der Praxis
Eine Anwaltskanzlei sieht in der Search Console, dass ihre Seite zum Arbeitsrecht häufig angezeigt, aber selten angeklickt wird. Der Titel lautet nur „Leistungen“, die Beschreibung ist ein zufälliger Textausschnitt.
Die Kanzlei formuliert Titel und Meta-Description neu: klarer Bezug zum Arbeitsrecht, Ort der Kanzlei und ein konkreter Nutzen wie die Erstberatung. Nach einigen Wochen vergleicht sie die Werte mit dem Zeitraum davor.
Steigt die Klickrate bei ähnlicher Position, hat die Änderung gewirkt. Gleichzeitig prüft die Kanzlei, ob auch die Zahl der Anfragen steigt, denn nur dann bringt der zusätzliche Klick etwas.
Derselbe Ansatz funktioniert bei Anzeigen. Dort lassen sich zwei Varianten sogar parallel testen.
Was bedeutet die CTR für Ihr Unternehmen?
Eine hohe CTR ist laut Google ein Hinweis darauf, dass Nutzer Ihre Anzeigen als nützlich und relevant einstufen. Bei Google Ads fließt die erwartete Klickrate in den Qualitätsfaktor ein, und die Qualität wirkt sich auf Ihren Klickpreis (CPC) aus. In der unbezahlten Suche bedeutet eine bessere Klickrate bei gleicher Position mehr Besucher.
Was eine gute CTR ist, hängt laut Google von Produkten, Dienstleistungen und Werbenetzwerk ab. Pauschale Branchenwerte helfen daher wenig. Vergleichen Sie lieber Ihre eigenen Seiten und Anzeigen miteinander und über die Zeit.
Eine höhere Klickrate kostet vor allem Arbeitszeit für Texte und Tests. Typische Hebel und Fehler:
- Titel testen: Mit einem A/B-Test vergleichen Sie zwei Anzeigentexte unter gleichen Bedingungen.
- Nicht nur die CTR optimieren: Reißerische Titel bringen Klicks, aber enttäuschte Besucher und keine Conversions.
- Suchbegriffe prüfen: Eine niedrige CTR bei einem Suchbegriff zeigt oft, dass Anzeige und Suchabsicht nicht zusammenpassen.
- Beschreibungen pflegen: Eine eindeutige Meta-Description pro Seite macht Treffer verständlicher.
- Nach Gerät trennen: Auf dem Smartphone sieht die Ergebnisseite anders aus als am Computer, deshalb lohnt ein getrennter Blick auf die Werte.
- Keine voreiligen Schlüsse: Bei wenigen Impressionen schwankt die Klickrate stark, warten Sie deshalb genug Daten ab.
Wo Ihre Suchtreffer Klicks verschenken, zeigt unser Website-Audit.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die CTR?
Teilen Sie die Zahl der Klicks durch die Zahl der Impressionen und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Bei 5 Klicks und 100 Impressionen ergibt das 5 Prozent.
Wo finde ich die CTR meiner Website?
Für die unbezahlte Google-Suche zeigt der Leistungsbericht der Search Console die Klickrate je Suchbegriff und Seite. Für Anzeigen finden Sie die Werte direkt in Ihrem Google-Ads-Konto.
Ist eine hohe CTR immer gut?
Nicht unbedingt. Wenn viele klicken, aber niemand anfragt oder kauft, passt das Versprechen im Titel nicht zum Inhalt der Seite. Betrachten Sie die CTR deshalb immer zusammen mit der Conversion-Rate.
Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT
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