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Glossar · Online-Marketing & SEO

Was ist ein A/B-Test?

Kurz erklärt

Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten einer Webseite, Anzeige oder E-Mail, indem jeweils ein Teil der Besucher Version A und der andere Teil Version B sieht. So erkennen Sie anhand echter Daten, welche Variante besser funktioniert.

Auch bekannt als:A/B-TestingSplit-TestSplit-TestingAB-Test

A/B-Test nennt man ein Verfahren, bei dem zwei Varianten einer Webseite, Anzeige oder E-Mail gegeneinander antreten. Ein Teil der Besucher sieht Version A, der andere Teil Version B. Am Ende zeigen die Zahlen, welche Variante mehr Anfragen oder Käufe bringt, statt sich auf Geschmack zu verlassen.

Wie funktioniert ein A/B-Test?

Sie ändern ein einzelnes Element, zum Beispiel die Überschrift oder den Text eines Buttons. Ein Werkzeug verteilt die Besucher zufällig auf beide Varianten und misst, wie oft das Ziel erreicht wird.

  1. Hypothese: „Ein Button mit ‚Kostenloses Angebot anfordern‘ bringt mehr Anfragen als ‚Absenden‘.“
  2. Varianten: Version A bleibt, Version B enthält die Änderung.
  3. Aufteilung: Besucher werden zufällig verteilt, oft zur Hälfte.
  4. Messung: Gezählt wird ein vorher festgelegtes Ziel, etwa eine Conversion.
  5. Auswertung: Erst wenn genug Daten vorliegen, wird entschieden.

Auch Google Ads bietet benutzerdefinierte Tests an. Laut Google werden dabei Traffic und Budget zwischen Original- und Testkampagne aufgeteilt, empfohlen ist eine Aufteilung von 50 zu 50.

Was lässt sich mit einem A/B-Test prüfen?

Bereich Mögliche Varianten
Landingpage Zwei Überschriften oder zwei Bilder im oberen Bereich
Call-to-Action Unterschiedlicher Button-Text oder andere Position
Formular Mit oder ohne Telefonnummer als Pflichtfeld
E-Mail Zwei Betreffzeilen für denselben Newsletter
Anzeige Zwei Anzeigentexte mit unterschiedlichem Nutzenversprechen

Testen Sie immer nur eine Änderung zur selben Zeit. Sonst wissen Sie am Ende nicht, welche Anpassung den Unterschied gemacht hat.

Ergebnisse richtig auswerten

Der schwierigste Teil eines Tests ist nicht die Einrichtung, sondern die Auswertung. Kleine Unterschiede können reiner Zufall sein, besonders wenn nur wenige Besucher teilgenommen haben.

  • Genug Daten sammeln: Entscheiden Sie erst, wenn beide Varianten ausreichend oft angezeigt und genutzt wurden.
  • Volle Wochen abwarten: Montags verhalten sich Besucher oft anders als am Wochenende.
  • Nicht vorzeitig abbrechen: Ein früher Vorsprung einer Variante kann sich später wieder ausgleichen.
  • Statistische Sicherheit prüfen: Viele Test-Werkzeuge zeigen an, wie wahrscheinlich ein Unterschied kein Zufall ist.
  • Äußere Einflüsse beachten: Ferien, Rabattaktionen oder Presseberichte können Ergebnisse verzerren.

Halten Sie jedes Ergebnis kurz schriftlich fest: Hypothese, Zeitraum, Ergebnis und Entscheidung. So entsteht mit der Zeit eine Sammlung an Erkenntnissen über Ihre Kunden.

Auch ein Test ohne klaren Sieger ist nützlich. Er zeigt, dass diese Änderung für Ihre Besucher keinen großen Unterschied macht, und Sie können sich dem nächsten Thema zuwenden.

Ein A/B-Test eignet sich nicht für jede Frage. Grundlegende Entscheidungen, etwa zum Angebot oder zur Preisgestaltung, lassen sich oft besser in Gesprächen mit Kunden klären. Tests sind stark, wenn es um konkrete Details auf einer Seite geht.

Wer wenig Besucherverkehr hat, kann stattdessen mit Nutzerbefragungen oder kurzen Tests mit einigen Kunden beginnen.

Was bedeutet ein A/B-Test für Ihr Unternehmen?

Ein A/B-Test ersetzt Diskussionen über Geschmack durch Messwerte. Gerade bei Landingpages und Buttons für den Call-to-Action können kleine Änderungen spürbare Folgen haben.

Damit der Test Ihrer Sichtbarkeit bei Google nicht schadet, empfiehlt Google Folgendes:

  • auf alternativen Test-URLs ein rel=“canonical“ auf die Original-URL setzen
  • für Weiterleitungen während des Tests 302 (vorübergehend) statt 301 verwenden
  • Googlebot keine anderen Inhalte zeigen als Menschen (kein Cloaking)
  • Tests nach Abschluss zügig beenden und Test-Elemente entfernen

Voraussetzung ist genug Besucherverkehr, denn bei wenigen Besuchern dauert ein Test sehr lange oder liefert Zufallsergebnisse. Außerdem müssen Messwerkzeuge datenschutzkonform eingebunden sein. Newmountains.IT bereitet Websites im Rahmen der Webentwicklung so vor, dass Tests und Messung sauber möglich sind.

Häufige Fragen zum A/B-Test

Wie lange sollte ein A/B-Test laufen?

So lange, bis genug Daten für eine belastbare Entscheidung vorliegen, meist mindestens über volle Wochen hinweg. Eine feste Dauer gibt es nicht, weil sie von Besucherzahl und Unterschied abhängt.

Schadet ein A/B-Test meinem Google-Ranking?

Nicht, wenn Sie Googles Empfehlungen einhalten, etwa zu Canonical-Tags und vorübergehenden Weiterleitungen. Kritisch wird es erst bei Cloaking oder sehr langen Tests, die Google als Täuschung werten kann.

Kann ich auch Newsletter testen?

Ja, viele Programme für E-Mail-Marketing bieten A/B-Tests für Betreffzeilen oder Inhalte an. Eine Testgruppe erhält Variante A, eine zweite Variante B, der Rest die bessere Version.

Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT

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