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Glossar · Online-Marketing & SEO

Was ist E-Mail-Marketing?

Kurz erklärt

E-Mail-Marketing bedeutet, Kunden und Interessenten per E-Mail zu informieren, etwa mit einem Newsletter, Angeboten oder automatischen Willkommensmails. Für Werbe-E-Mails brauchen Sie in der Regel eine nachweisbare Einwilligung.

Auch bekannt als:NewsletterNewsletter-MarketingE-Mail-WerbungNewsletterversand

E-Mail-Marketing umfasst alle E-Mails, mit denen Sie Kunden und Interessenten gezielt informieren oder zum Kauf anregen. Dazu gehören der klassische Newsletter, Angebotsmails und automatische Nachrichten, etwa nach einer Anmeldung. Der Kanal ist für viele KMU interessant, weil Sie Ihre Empfängerliste selbst besitzen und nicht von einer Plattform abhängig sind.

Wie funktioniert E-Mail-Marketing?

Interessenten melden sich über ein Formular auf Ihrer Website an. Eine Newsletter-Software verwaltet die Liste, versendet die E-Mails und misst Öffnungen, Klicks und Abmeldungen.

Typische Formen im E-Mail-Marketing sind:

  • Newsletter: regelmäßige Neuigkeiten, Tipps oder Angebote.
  • Willkommensstrecke: mehrere automatische E-Mails nach der Anmeldung.
  • Anlassbezogene Mails: etwa Erinnerung an eine Wartung oder ein auslaufendes Abo.
  • Transaktionsmails: Bestellbestätigung oder Rechnung, die keine Werbung sind.

Jede E-Mail braucht ein klares Ziel und einen erkennbaren Call-to-Action.

Regeln für Einwilligung und Zustellung

Die Datenschutzkonferenz (DSK) stellt in ihrer Orientierungshilfe zur Direktwerbung klar: Ohne die Voraussetzungen von § 7 Absatz 3 UWG brauchen Sie für Werbung per E-Mail grundsätzlich eine Einwilligung. Die Ausnahme betrifft Bestandskunden, deren Adresse Sie im Rahmen eines Vertrags erhalten haben, unter engen Bedingungen.

Die Einwilligung muss nachweisbar sein, was in der Praxis meist über das Double-Opt-in-Verfahren gelingt. Außerdem müssen Empfänger auf ihr Widerspruchsrecht gegen Direktwerbung hingewiesen werden.

Auch technisch gibt es Vorgaben. Google nennt für Absender an Gmail-Konten unter anderem:

Anforderung Laut Google
Authentifizierung SPF oder DKIM für alle, SPF, DKIM und DMARC ab 5.000 Nachrichten pro Tag
Spamrate unter 0,3 %, besser unter 0,1 %
Abmeldung Abmeldung mit einem Klick für Massenversender

Mehr zur Absender-Authentifizierung erklärt der Eintrag SPF, DKIM und DMARC.

Gute Inhalte für den Newsletter

Ein Newsletter wird nur gelesen, wenn er einen Nutzen bietet. Reine Werbung ohne Mehrwert führt schnell zu Abmeldungen. Bewährt hat sich eine Mischung aus Information, Praxis und gelegentlichen Angeboten.

  • Praxistipps: kurze Anleitungen oder Hinweise, die Empfänger sofort umsetzen können.
  • Neuigkeiten: neue Produkte, Leistungen oder Öffnungszeiten, knapp und verständlich.
  • Einblicke: Projektberichte oder Vorstellungen aus dem Team schaffen Nähe.
  • Hinweise auf Fristen: zum Beispiel Wartungen, Förderprogramme oder gesetzliche Änderungen.
  • Angebote: gezielt und nicht in jeder Ausgabe.

Achten Sie auf einen klaren Betreff und einen erkennbaren Absender. Viele Empfänger entscheiden anhand dieser beiden Angaben, ob sie eine E-Mail öffnen oder löschen.

Denken Sie auch an die Darstellung auf dem Smartphone. Kurze Absätze, ausreichend große Schrift und ein gut antippbarer Button machen das Lesen deutlich angenehmer.

E-Mail-Marketing lebt von einer gepflegten Liste. Entfernen Sie regelmäßig Adressen, die dauerhaft nicht zustellbar sind, und nehmen Sie Abmeldungen sofort aus dem Verteiler. So bleiben Zustellbarkeit und Ruf Ihres Absenders stabil.

Wer E-Mail-Marketing ernsthaft betreibt, sollte auch die Anmeldung auf der Website gut sichtbar platzieren, etwa am Ende von Ratgeberartikeln.

Was bedeutet E-Mail-Marketing für Ihr Unternehmen?

E-Mail-Marketing hält den Kontakt zu Kunden, die Sie schon kennen. Ein Onlinehändler informiert über neue Produkte, ein Handwerksbetrieb erinnert an fällige Wartungen, eine Kanzlei schickt Hinweise zu Fristen.

Kosten entstehen für die Newsletter-Software oder deren Hosting, für Vorlagen und vor allem für die Zeit, gute Inhalte zu schreiben. Achten Sie bei der Softwarewahl auf Serverstandort und einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Typische Fehler im E-Mail-Marketing:

  • Adressen aus Visitenkarten oder gekauften Listen ohne Einwilligung anschreiben.
  • Keine oder eine versteckte Abmeldemöglichkeit.
  • Fehlende Authentifizierung, sodass Mails im Spam landen.
  • Unregelmäßiger Versand ohne klaren Nutzen für die Empfänger.

Newmountains.IT betreibt und betreut Newsletter-Lösungen im Rahmen der Webentwicklung.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zum E-Mail-Marketing

Darf ich meinen Kunden einfach einen Newsletter schicken?

Nicht ohne Weiteres, denn grundsätzlich brauchen Sie eine Einwilligung. Für Bestandskunden gibt es eine Ausnahme nach § 7 Absatz 3 UWG, deren Bedingungen Sie genau prüfen sollten.

Wie oft sollte ein Newsletter erscheinen?

So oft, wie Sie wirklich Nützliches zu sagen haben. Ein fester, verlässlicher Rhythmus ist meist besser als unregelmäßige Massensendungen.

Wie messe ich den Erfolg?

Wichtige Werte sind Klicks, Abmeldungen und vor allem die Anfragen oder Käufe, die aus einer E-Mail entstehen. Diese lassen sich als Conversion auf der Website messen.

Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT

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