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Glossar · Hosting & Infrastruktur

Was ist Bandbreite?

Kurz erklärt

Die Bandbreite gibt an, wie viele Daten ein Internetanschluss pro Sekunde übertragen kann, meist in Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Für Büros zählen dabei Download, Upload und die Latenz, also die Verzögerung bei der Übertragung.

Auch bekannt als:DatenübertragungsrateInternetgeschwindigkeitUpload-GeschwindigkeitDownload-GeschwindigkeitÜbertragungsrate

Die Bandbreite beschreibt, wie viele Daten Ihr Internetanschluss pro Sekunde übertragen kann. Sie wird meist in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben und entscheidet mit darüber, ob Videokonferenzen, Cloud-Programme und Telefonie im Büro flüssig laufen. Genauso wichtig sind Upload und Latenz.

Wie wird Bandbreite gemessen?

Technisch korrekt heißt der Wert Datenübertragungsrate, im Alltag sagt man Bandbreite. Gemessen wird in Bit pro Sekunde, meist in Mbit/s oder Gbit/s. Ein Gbit/s entspricht 1.000 Mbit/s.

Achtung bei Dateigrößen: Diese werden in Byte angegeben, und ein Byte hat acht Bit. Eine Leitung mit 100 Mbit/s überträgt also höchstens rund 12,5 Megabyte pro Sekunde.

In Verträgen für Festnetz-Internet stehen laut Bundesnetzagentur drei Werte: die minimale, die normalerweise zur Verfügung stehende und die maximale Datenübertragungsrate. Der Tarifname nennt meist nur den Höchstwert.

Download, Upload und Latenz verständlich erklärt

Begriff Bedeutung Wichtig für
Download Daten aus dem Internet zu Ihnen Webseiten, Updates, Dateien aus der Cloud öffnen
Upload Daten von Ihnen ins Internet Videokonferenzen, Cloud-Backup, VPN-Zugriffe von außen
Latenz (Ping) Verzögerung, bis ein Datenpaket ankommt, gemessen in Millisekunden Telefonie, Videocalls, Fernwartung

Viele Anschlüsse sind asymmetrisch, der Download ist also deutlich schneller als der Upload. Für Büros, die viel in die Cloud speichern oder per Video kommunizieren, ist der Upload oft der eigentliche Engpass.

Bei der VoIP-Telefonie zählt weniger eine hohe Bandbreite als eine stabile Verbindung mit niedriger Latenz. Sonst entstehen Aussetzer und Echos.

Die Latenz hängt unter anderem von Anschlussart und Auslastung ab. Glasfaser, Kabel, DSL und Mobilfunk verhalten sich dabei unterschiedlich.

Typische Engpässe im Büronetz

Nicht immer liegt ein langsames Internet an der Leitung selbst. Häufig bremst etwas im eigenen Netz:

  • WLAN: Wände, Entfernung und viele Geräte senken die Geschwindigkeit spürbar.
  • Alte Technik: Veraltete Router oder Netzwerkverteiler (Switches) verarbeiten hohe Datenraten nicht.
  • Große Uploads zur Arbeitszeit: Online-Backups oder Videoexporte bremsen alle anderen aus.
  • Fehlende Priorisierung: Sprachdaten sollten Vorrang vor Downloads bekommen (Quality of Service, kurz QoS).

Ein Test per Netzwerkkabel direkt am Router zeigt, ob das Problem an der Leitung oder im Büronetz liegt. Große Sicherungen lassen sich oft in die Nacht verlegen. Und für wichtige Arbeitsplätze ist ein Kabelanschluss meist stabiler als WLAN.

Was bedeutet Bandbreite für Ihr Unternehmen?

Wie viel Bandbreite Sie brauchen, hängt davon ab, wie viele Personen gleichzeitig arbeiten und was sie tun. Eine Kanzlei, die täglich Videokonferenzen führt und Akten in der Cloud speichert, braucht mehr Upload als ein kleiner Laden mit Kassensystem.

  • Bedarf ermitteln: Zählen Sie gleichzeitige Videokonferenzen, Telefonate und Cloud-Anwendungen zu Spitzenzeiten.
  • Upload beachten: Gerade bei einer Cloud-Telefonanlage, bei Online-Backups und bei Zugriffen aus dem Homeoffice.
  • Leistung prüfen: Die Bundesnetzagentur bietet mit der Breitbandmessung ein kostenloses Werkzeug, um die tatsächliche Geschwindigkeit mit dem Vertrag zu vergleichen.
  • Ausfallsicherheit: Eine zweite Leitung, etwa über Mobilfunk, hält den Betrieb bei Störungen aufrecht.
  • Kostenfaktoren: Eine schnellere Leitung kostet mehr, eine zu knappe aber täglich Arbeitszeit. Achten Sie bei Business-Tarifen auch auf zugesicherte Werte und schnelle Entstörung.
  • Typischer Fehler: Nur auf den Download-Wert im Tarifnamen achten.

Ein Beispiel: In einem Architekturbüro laden mehrere Mitarbeitende große Pläne in die Cloud, während gleichzeitig Kundengespräche per Video laufen. Reicht der Upload nicht, ruckeln die Videos und die Uploads ziehen sich. Ein Anschluss mit höherem Upload löst das oft schneller als jede Einstellung.

Passende Business-Anschlüsse für Festnetz und Mobilfunk finden Sie auf unserer Seite zu Vodafone Business.

Häufige Fragen zur Bandbreite

Wie viel Bandbreite braucht ein kleines Büro?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Entscheidend sind die Zahl der gleichzeitigen Nutzer, Videokonferenzen, Cloud-Backups und Telefonate. Ermitteln Sie den Bedarf anhand Ihrer Spitzenzeiten, statt einfach den größten Tarif zu wählen.

Warum ist mein Internet langsamer als im Vertrag?

Der Wert im Tarif ist meist ein Maximalwert. Auch WLAN, alte Router oder viele gleichzeitige Nutzer bremsen. Messen Sie per Kabel, zum Beispiel mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.

Was ist wichtiger, Bandbreite oder Latenz?

Das hängt von der Anwendung ab. Große Dateien profitieren von hoher Übertragungsrate, Telefonie und Videocalls von niedriger Latenz und einer stabilen Verbindung. Im Büroalltag brauchen Sie meist beides in ausreichendem Maß.

Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT

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