Glossar · Telefonie & Kommunikation
Was ist eine eSIM?
Kurz erklärt
Eine eSIM ist eine fest im Gerät verbaute SIM, auf die das Mobilfunkprofil digital geladen wird, etwa per QR-Code oder App. Eine Plastikkarte ist nicht mehr nötig, und Diensthandys lassen sich schneller einrichten und umstellen.
eSIM steht für „embedded SIM“, also eine fest im Gerät verbaute SIM, auf die das Mobilfunkprofil digital geladen wird. Statt eine Plastikkarte einzulegen, aktivieren Sie den Anschluss per QR-Code, App oder Übertragung vom alten Gerät. Für Unternehmen wird die Ausgabe von Diensthandys dadurch schneller und flexibler.
Wie funktioniert eine eSIM?
Nach Angaben des Mobilfunkverbands GSMA wird das SIM-Profil sicher in ein sogenanntes Secure Element heruntergeladen, einen geschützten Chip, der dauerhaft im Gerät verbaut ist. Die Bereitstellung aus der Ferne folgt einem Standard der GSMA. Die Sicherheit entspricht laut GSMA der einer herkömmlichen SIM-Karte.
Für die Aktivierung gibt es mehrere Wege, die Apple zum Beispiel für das iPhone beschreibt:
- QR-Code: Der Anbieter schickt einen Code, den Sie mit dem Gerät scannen.
- App oder Link des Anbieters: Das Profil wird direkt auf das Gerät geladen.
- Schnellübertragung: Die SIM wird vom alten auf das neue Gerät übertragen.
- Manuelle Eingabe: Die Aktivierungsdaten werden von Hand eingetippt.
Auf einer eSIM lassen sich mehrere Profile speichern. Wie viele gleichzeitig aktiv sein können, hängt vom Gerät ab. Google nennt etwa für Pixel-Smartphones ab dem Pixel 7 die gleichzeitige Nutzung von zwei eSIM-Profilen, Apple spricht beim iPhone davon, acht oder mehr eSIMs verwalten zu können.
eSIM und SIM-Karte im Vergleich
| Merkmal | eSIM | SIM-Karte |
|---|---|---|
| Form | fest verbauter Chip, Profil wird geladen | Plastikkarte zum Einstecken |
| Bereitstellung | digital, ohne Postversand | Karte wird verschickt oder abgeholt |
| Gerätewechsel | Profil übertragen oder neu laden | Karte umstecken |
| Mehrere Nummern | mehrere Profile auf einem Gerät möglich | ein Steckplatz je Karte |
| Verfügbarkeit | abhängig von Gerät und Mobilfunkanbieter | praktisch überall |
Google weist darauf hin, dass die Funktion nur bei bestimmten Mobilfunkanbietern verfügbar ist. Vor der Umstellung sollten Sie deshalb Tarif und Geräte prüfen. Neben Smartphones gibt es die Technik auch in Tablets, Smartwatches, Laptops und Maschinen, die Daten senden.
Ein Beispiel: Ein Pflegedienst stattet seine Mitarbeitenden mit Tablets für die Dokumentation aus. Mit eSIM-fähigen Geräten lässt sich der Mobilfunkzugang zentral bestellen und aktivieren, ohne dass jemand Karten verteilen muss.
Was bedeutet die eSIM für Ihr Unternehmen?
Der größte Vorteil liegt in der Verwaltung. Neue Mitarbeitende können ihr Diensthandy am ersten Tag in Betrieb nehmen, ohne auf eine Karte zu warten. Außendienst und Monteure können dienstliche und private Nummer auf einem Gerät nutzen, wenn Sie das erlauben.
Auch bei Verlust oder Defekt geht es schneller. Statt eine Ersatzkarte zu bestellen und auf die Post zu warten, lässt sich ein neues Profil meist digital bereitstellen. Für Firmen mit mehreren Standorten oder vielen Mitarbeitenden im Homeoffice ist das ein spürbarer Vorteil.
Die Kosten hängen vom Tarif ab. Manche Anbieter berechnen Gebühren für den Profiltausch oder zusätzliche Profile, das sollten Sie vorab klären.
Diese Punkte gehören in Ihre Planung:
- Kompatibilität: Unterstützen alle Firmengeräte und Ihr Tarif die Technik?
- Prozesse: Wer bestellt Profile, wer aktiviert sie, und was passiert bei Verlust oder Austritt?
- Geräteverwaltung: Mit einer Lösung wie Microsoft Intune behalten Sie den Überblick über Firmenhandys.
- Sicherheit: Behandeln Sie QR-Codes wie Passwörter und schicken Sie sie nicht offen per E-Mail. SMS-Codes sind zudem kein starker Schutz, setzen Sie auf Multi-Faktor-Authentifizierung per App.
- Zurücksetzen: Beim Löschen eines Geräts kann auch das Profil verschwinden. Prüfen Sie vorher, ob es übertragen werden muss.
Typische Fehler sind ungeschützt verteilte Aktivierungscodes, fehlende Abläufe bei Austritten und Geräte, die die Technik nicht unterstützen. Passende Mobilfunktarife für Ihr Team finden Sie über unsere Leistung Vodafone Business.
Häufige Fragen
Behalte ich bei der Umstellung auf eSIM meine Rufnummer?
Ja, die Nummer gehört zu Ihrem Vertrag und nicht zur Karte. Wechseln Sie gleichzeitig den Anbieter, wird die Nummer per Rufnummernportierung mitgenommen.
Funktioniert eine eSIM auch im Ausland?
Ja, Roaming funktioniert wie bei einer SIM-Karte und richtet sich nach Ihrem Tarif. Für Reisen können Sie zusätzlich ein Datenprofil eines anderen Anbieters laden, sofern Ihr Gerät das erlaubt.
Ist eine eSIM sicherer als eine SIM-Karte?
Laut GSMA bietet sie die gleiche Sicherheit. Ein Vorteil ist, dass bei Diebstahl keine Karte entnommen werden kann, entscheidend bleiben aber sichere Abläufe beim Aktivieren.
Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT
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