Glossar · Online-Marketing & SEO
Was ist Affiliate-Marketing?
Kurz erklärt
Affiliate-Marketing ist eine Form der Vertriebspartnerschaft: Partner empfehlen Produkte oder Leistungen eines Unternehmens über spezielle Links und erhalten eine Provision, wenn daraus ein Kauf oder Auftrag entsteht.
Affiliate-Marketing ist ein Vertriebsmodell, bei dem Partner (Affiliates) die Produkte oder Leistungen eines Unternehmens empfehlen. Sie verwenden dafür einen persönlichen Link, über den Käufe oder Anfragen zugeordnet werden. Kommt ein Geschäft zustande, erhält der Partner eine Provision, bezahlt wird also nur für Erfolg.
Wie funktioniert Affiliate-Marketing?
Am Affiliate-Marketing sind drei Parteien beteiligt: das Unternehmen, das etwas verkauft, der Partner, der es empfiehlt, und der Kunde. Oft kommt ein Netzwerk oder eine Software hinzu, die Klicks und Verkäufe zuordnet.
- Der Partner meldet sich beim Partnerprogramm an und erhält einen persönlichen Link.
- Er setzt den Link auf seiner Website, in einem Newsletter oder in sozialen Netzwerken ein.
- Ein Kunde klickt auf den Link, das System merkt sich die Herkunft.
- Kauft oder bestellt der Kunde, wird der Umsatz dem Partner zugeordnet.
- Der Partner erhält die vereinbarte Provision.
Provisionen können als fester Betrag je Verkauf, als Prozentsatz vom Umsatz oder je gewonnenem Lead vereinbart werden.
Kennzeichnungspflicht bei Affiliate-Links
Werbung muss als Werbung erkennbar sein, das gilt auch für Affiliate-Links. Die Landesmedienanstalten empfehlen in ihrem Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Online-Medien, Affiliate-Links mit einem Sternchen zu markieren. In unmittelbarer Nähe soll eine Erläuterung stehen, dass beim Kauf über den Link eine Provision fließt.
Auch für Suchmaschinen gibt es Regeln. Google empfiehlt, bezahlte Links und Affiliate-Links mit dem Attribut rel=“sponsored“ zu kennzeichnen.
| Wer | Was zu beachten ist |
|---|---|
| Partner (Affiliate) | Links erkennbar kennzeichnen und mit rel=“sponsored“ auszeichnen |
| Unternehmen mit Partnerprogramm | Klare Regeln für Partner festlegen, Provisionen transparent abrechnen |
| Beide | Datenschutz beim Tracking von Klicks und Käufen beachten |
Eigenes Partnerprogramm aufbauen
Wer selbst Partner gewinnen möchte, braucht mehr als einen Link-Generator. Entscheidend ist, dass Partner verstehen, was sie empfehlen, und sich auf eine faire Abrechnung verlassen können.
- Angebot auswählen: Welche Produkte oder Leistungen eignen sich für Empfehlungen?
- Provisionsmodell festlegen: fester Betrag, Prozentsatz oder Vergütung je qualifizierter Anfrage.
- Teilnahmebedingungen schreiben: erlaubte Werbeformen, Kennzeichnung, Auszahlungsgrenzen und Kündigung.
- Technik einrichten: Software für Partnerkonten, Links, Zuordnung und Abrechnung.
- Material bereitstellen: Texte, Bilder und Produktinformationen, die Partner nutzen dürfen.
- Partner betreuen: regelmäßig informieren, Fragen beantworten und gute Partner fördern.
Geeignete Partner sind oft Unternehmen, die bereits dieselbe Zielgruppe betreuen, ohne Wettbewerber zu sein. Ein Steuerberater kann etwa eine Buchhaltungssoftware empfehlen, ein Webdesigner einen Hosting-Anbieter.
Beim Affiliate-Marketing ist Transparenz auch gegenüber den eigenen Kunden wichtig. Wer ein Produkt empfiehlt, sollte es kennen und nur das empfehlen, was er selbst für geeignet hält. Langfristig zählt Vertrauen mehr als eine einzelne Provision.
Klären Sie außerdem steuerliche Fragen zu Provisionseinnahmen mit Ihrer Steuerberatung.
Was bedeutet Affiliate-Marketing für Ihr Unternehmen?
Unternehmen können Affiliate-Marketing auf zwei Arten nutzen. Entweder betreiben sie ein eigenes Partnerprogramm und gewinnen so zusätzliche Vertriebswege. Oder sie empfehlen als Partner die Produkte anderer und verdienen an Provisionen mit.
Der Vorteil für den Anbieter: Kosten entstehen im Kern nur bei Erfolg. Dafür braucht es eine zuverlässige Zuordnung der Verkäufe, klare Bedingungen und Zeit für die Betreuung der Partner.
Darauf sollten Sie achten:
- Tracking: Wird die Herkunft technisch sauber und datenschutzkonform erfasst, etwa mit Cookie-Consent?
- Bedingungen: Provisionshöhe, Laufzeit der Zuordnung und Auszahlung schriftlich regeln.
- Qualität: Welche Partner passen zu Ihrer Marke, welche Werbeformen sind erlaubt?
- Erfolg messen: Umsatz je Partner und der ROI des Programms.
Ein häufiger Fehler sind fehlende Kennzeichnungen, die zu Abmahnungen führen können. Newmountains.IT setzt Partnerprogramme und deren technische Anbindung im Rahmen der Webentwicklung um.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zum Affiliate-Marketing
Wie kennzeichne ich Affiliate-Links richtig?
Die Landesmedienanstalten empfehlen ein Sternchen am Link und eine kurze Erläuterung in unmittelbarer Nähe. Für Suchmaschinen sollten die Links zusätzlich das Attribut rel=“sponsored“ tragen.
Lohnt sich ein eigenes Partnerprogramm für KMU?
Das kann sich lohnen, wenn Ihr Angebot gut empfehlbar ist und Sie Partner aktiv betreuen können. Ohne Pflege bleiben viele Programme weitgehend ungenutzt.
Ist Affiliate-Marketing dasselbe wie Empfehlungsmarketing?
Beide beruhen auf Empfehlungen. Beim Affiliate-Marketing steht jedoch eine vereinbarte, messbare Provision im Mittelpunkt, oft über Websites und Links statt persönlich.
Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT
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