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Glossar · IT-Sicherheit & Backup

Was ist Malware?

Kurz erklärt

Malware ist der Oberbegriff für Schadsoftware, also Programme, die Computer ausspionieren, beschädigen oder für Erpressung missbrauchen. Dazu gehören Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und Ransomware.

Auch bekannt als:SchadsoftwareSchadprogrammComputervirusTrojanerSpyware

Malware (von englisch „malicious software“, bösartige Software) ist der Sammelbegriff für alle Programme, die Schaden anrichten sollen. Sie stiehlt Daten, spioniert Passwörter aus, missbraucht Rechner oder sperrt Dateien, um Lösegeld zu erpressen. Für Unternehmen gehört sie zu den häufigsten Ursachen für Ausfälle und Datenverluste.

Welche Arten von Malware gibt es?

Das BSI unterscheidet mehrere Gruppen von Schadprogrammen. Die Grenzen sind fließend, denn moderne Schädlinge kombinieren oft mehrere Techniken. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Formen.

Art Was sie tut
Virus Hängt sich an Dateien oder Programme und verbreitet sich, wenn diese geöffnet werden
Wurm Verbreitet sich selbstständig über Netzwerke, ohne dass jemand etwas anklickt
Trojaner Tarnt sich als nützliches Programm und öffnet im Hintergrund eine Hintertür
Spyware Späht Eingaben, Passwörter oder Dokumente aus und sendet sie an Angreifer
Adware Blendet unerwünschte Werbung ein und sammelt oft Nutzungsdaten
Ransomware Verschlüsselt Daten und fordert Lösegeld für die Freigabe
Bot Macht den Rechner zum ferngesteuerten Teil eines Botnetzes

Besonders gefährlich für Firmen ist Ransomware, weil sie den gesamten Betrieb stoppen kann. Spyware und Trojaner arbeiten dagegen oft monatelang unbemerkt im Hintergrund.

Wie gelangt Malware ins Unternehmen?

Die häufigsten Wege sind laut BSI gut bekannt. Fast immer spielt der Mensch dabei eine Rolle, weil ein Klick oder ein geöffneter Anhang die Tür öffnet.

  • E-Mail-Anhänge und Links, oft als Rechnung oder Lieferschein getarnt (Phishing)
  • Office-Dokumente mit aktivierten Makros
  • Kostenlose Software aus unsicheren Quellen
  • Manipulierte Webseiten und Werbebanner
  • USB-Sticks und andere externe Datenträger
  • Nicht geschlossene Sicherheitslücken in Programmen und Geräten

Ein Beispiel: Die Buchhaltung eines Handwerksbetriebs erhält eine scheinbar echte Mahnung mit Word-Anhang. Wer die Makros aktiviert, lädt unbemerkt einen Trojaner nach, der später weitere Malware installiert.

Manche Schädlinge bleiben wochenlang unauffällig. Sie sammeln Zugangsdaten und warten, bis sich eine lohnende Gelegenheit ergibt. Erst dann schlagen sie zu.

So schützen Sie sich vor Malware

Einen einzelnen Schalter gegen Schadsoftware gibt es nicht. Wirksam ist ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen, wie sie auch das BSI empfiehlt:

  • Updates für Betriebssysteme und Programme zeitnah einspielen
  • Virenschutz aktiv halten, unter Windows etwa Microsoft Defender Antivirus mit Echtzeitschutz
  • Benutzerkonten mit eingeschränkten Rechten für die tägliche Arbeit nutzen
  • Makros aus dem Internet standardmäßig blockieren
  • Regelmäßige Datensicherungen, die vom Netz getrennt aufbewahrt werden
  • Schulung der Mitarbeitenden, damit sie verdächtige E-Mails erkennen
  • E-Mail-Filter, die gefährliche Anhänge schon vor dem Posteingang aussortieren

Für Firmen lohnt sich zusätzlich eine Lösung für EDR (Endpoint Detection and Response). Sie erkennt verdächtiges Verhalten auf Geräten und kann infizierte Rechner automatisch isolieren. Für kleine Betriebe gibt es solche Lösungen auch als betreuten Dienst.

Wichtig ist auch ein klarer Meldeweg. Wer einen verdächtigen Anhang geöffnet hat, sollte das sofort melden dürfen, ohne Ärger befürchten zu müssen. Je früher die IT reagiert, desto kleiner bleibt der Schaden.

Was bedeutet Malware für Ihr Unternehmen?

Eine Infektion betrifft selten nur einen Rechner. Häufig folgen Stillstand, Datenabfluss und Wiederherstellungsaufwand, bei personenbezogenen Daten auch Meldepflichten. Eine Arztpraxis ohne Zugriff auf Termine oder ein Onlinehändler ohne Warenwirtschaft verliert jeden Tag Umsatz.

Als Geschäftsführer sollten Sie prüfen, ob alle Geräte zentral verwaltet und aktualisiert werden. Klären Sie auch, wer Warnungen des Virenschutzes auswertet und was im Ernstfall zu tun ist. Die Kosten hängen von der Zahl der Geräte, den gewählten Lizenzen und dem Betreuungsumfang ab.

Typische Fehler sind veraltete Systeme ohne Herstellersupport, Administratorrechte für alle und fehlende Notfallpläne. Unterstützung bei Schutz und Überwachung bietet Newmountains.IT im Bereich IT-Sicherheit für KMU und mit einem passenden Schutzpaket.

Häufige Fragen zu Malware

Ist Malware dasselbe wie ein Virus?

Nein. Ein Virus ist nur eine Form von Malware. Der Begriff Malware umfasst alle Arten von Schadsoftware, also auch Trojaner, Würmer, Spyware und Ransomware.

Reicht der eingebaute Virenschutz von Windows?

Microsoft Defender Antivirus bietet einen soliden Grundschutz mit Echtzeit- und Cloud-Erkennung. Unternehmen sollten ihn aber zentral verwalten und überwachen lassen. Für höhere Anforderungen kommen EDR-Lösungen hinzu.

Was tun, wenn ein Rechner mit Malware infiziert ist?

Trennen Sie das Gerät sofort vom Netzwerk und informieren Sie Ihren IT-Dienstleister, damit Spuren gesichert und weitere Geräte geprüft werden. Schalten Sie es nicht vorschnell aus. Ändern Sie anschließend wichtige Passwörter von einem sauberen Gerät aus.

Stand: · Verantwortlich: Raphael Neuberger, Gründer Newmountains.IT

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